17 Menschen, rund 85 Kilometer, hochsommerliche Temperaturen und ein Gewitter im Nacken: Die diesjährige Rikscha-Tour der IGL am 19. und 20. Juni 2026 hatte alles, was ein echtes Abenteuer ausmacht. Klient:innen, Betreuer:innen und ehrenamtliche Fahrer:innen machten sich gemeinsam auf den Weg von Düsseldorf nach Leverkusen – und erlebten zwei unvergessliche Tage voller Begegnungen, Herausforderungen und schöner Momente.
Bereits am Freitagmorgen startete die Gruppe gut gelaunt in Richtung Leverkusen. Einige Teilnehmende waren mit ihren eigenen Fahrrädern unterwegs, andere genossen die Fahrt in den Rikschas. Insgesamt 17 Personen machten sich gemeinsam auf den Weg.
Ein erster Höhepunkt wartete im Wildpark Reuschenberg. Dort sorgten vor allem die Stachelschweine für Begeisterung. Ihr beeindruckendes Stachelkleid wurde ausgiebig bestaunt und fotografiert. Nach einer entspannten Pause ging die Reise weiter.
Nach rund 40 Kilometern näherte sich die Gruppe schließlich ihrem Tagesziel: dem Hotel „Fette Henne“ im gleichnamigen Leverkusener Stadtteil. Doch bevor die wohlverdiente Pause beginnen konnte, stellte sich den Radfahrer:innen noch ein letzter Gegner in den Weg – ein ausgesprochen steiler Anstieg. Einige Teilnehmende mussten ihre Fahrräder schieben, während sich hinter der Gruppe bereits dunkle Gewitterwolken auftürmten. Donner grollte, Blitze zuckten am Himmel – das Unwetter rückte immer näher.
Mit vereinten Kräften erreichten schließlich alle das Hotel. Kaum waren die letzten Räder untergestellt, setzte der Regen ein. Eine echte Punktlandung.
Nachdem das Gewitter vorbeigezogen war, machte sich die inzwischen hungrige Reisegruppe auf den Weg in ein griechisches Restaurant. Dort wurden alle herzlich empfangen und bestens verköstigt. Nach dem leckeren Abendessen ging es zurück ins Hotel, wo die die meisten müde, aber zufrieden ins Bett fielen.
Frisch gestärkt startete die Gruppe am nächsten Morgen zur Rückfahrt nach Düsseldorf. Die Route führte über Zons, wo eine ausgiebige Eis-Pause eingelegt wurde. Bei den sommerlichen Temperaturen kam die Erfrischung gerade recht. Anschließend setzte die Gruppe mit der Fähre über den Rhein und nahm die letzten Kilometer in Angriff.
Die hohen Temperaturen begleiteten die Tour an beiden Tagen. Deshalb waren regelmäßige Trinkpausen besonders wichtig. Eine große Hilfe waren dabei die Trinkflaschen, die alle Teilnehmer:innen von der IGL erhalten hatten.
Ganz ohne kleine Zwischenfälle verlief die Rückfahrt allerdings nicht. Ein Teilnehmer erlitt einen Platten, sodass kurzerhand ein Fahrradladen angesteuert werden musste, um einen neuen Schlauch zu besorgen. Was zunächst nach einer ärgerlichen Panne klang, entwickelte sich schnell zu einer ungeplanten Pause mit Wohlfühlfaktor: Während ein Teil der Gruppe den Ersatz organisierte, genossen die anderen die zusätzliche Auszeit im schattigen Wald.
Nach insgesamt rund 85 Kilometern erreichte die Gruppe schließlich wieder Düsseldorf – müde, aber glücklich. Für viele wird die Tour noch lange in Erinnerung bleiben.
„Ich fand die ganze Tour einfach klasse. Wir haben trotz der Hitze viel gelacht und hatten sehr viel Spaß.“Daniel Gladis, langjähriger Klient der IGL und ehrenamtlicher Rikschafahrer.
Nach zwei ereignisreichen Tagen, vielen gemeinsamen Kilometern und einer ganzen Reihe schöner Erinnerungen waren sich die Teilnehmenden einig: Die Tour hat sich in jeder Hinsicht gelohnt.
Ermöglicht wurde die Rikschatour durch die Förderung der Aktion Mensch. Für diese Unterstützung bedanken wir uns herzlich. Sie trägt dazu bei, solche besonderen Erlebnisse und gemeinsame Unternehmungen überhaupt möglich zu machen.
Fotos: Daniel Gladis