Zwei Tage, vier Rikschas, ein Paralleltandem – und ganz viel Begeisterung: Mit ihrem ersten inklusiven Mikro-Abenteuer hat die In der Gemeinde leben gGmbH (kurz: IGL) im Herbst 2025 gezeigt, dass Abenteuer keine Frage der Entfernung, sondern des Miteinanders sind. Eine bunt gemischte Gruppe aus Klient:innen, Mitarbeiter:innen und engagierten Ehrenamtlichen machte sich auf den Weg von Düsseldorf nach Duisburg – auf drei Rädern, mit Muskelkraft und einer großen Portion Teamgeist.
Die Idee für das Projekt, das durch Aktion Mensch gefördert wird, entstand beim Auftakt-Workshop am 15. August 2025 am Bauwagen der Freizeitstätte Icklack. Dort planten alle gemeinsam die Route, suchten spannende Zwischenstopps aus und schmiedeten Pläne für das, was später zu einem echten Gemeinschaftserlebnis werden sollte. Ziel war es, Menschen mit und ohne Behinderung in Bewegung zu bringen – und dabei Barrieren nicht nur räumlich, sondern auch zwischenmenschlich zu überwinden.
Als es dann endlich losging, war die Freude spürbar: das Klingen der Fahrradglocken, das Lachen auf den Sitzen, der Fahrtwind im Gesicht. Unterwegs warteten viele kleine und große Highlights – vom Besuch des legendären Fortuna-Büdchens in der Düsseldorfer Altstadt bis hin zur Überfahrt mit der Fähre über den Rhein. Am Anlageplatz traf die motivierte Reisegruppe auf den Geschäftsführer der IGL Andreas Diederichs, der extra vorbeigekommen war, um allen eine gute Fahrt zu wünschen. Eine ganz besondere Attraktion erwartete die Abenteurer:innen in Duisburg: „Tiger & Turtle“, eine der außergewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Deutschland.
Die spektakuläre Metall-Skulptur wurde 2011 eröffnet und ähnelt einer Achterbahn, die sich mit 349 Stufen in den Himmel windet und eine spektakuläre Aussicht über die Stadt offenbart. Vor allem dort oben – mit Blick über die Stadt – zeigte sich, wie gut so ein gemeinsamer Ausflug tut – miteinander unterwegs sein, etwas erleben und den Moment teilen.
Das Erlebte teilen war auch ein fester Bestandteil der Abendgestaltung: In der Jugendherberge Duisburg-Wedau tauschten die Reisenden bei gemütlicher Atmosphäre und leckerem Grillgut ihre Eindrücke aus, bevor sich die Gruppe am nächsten Morgen voller Energie wieder auf den Heimweg nach Düsseldorf machte. Doch damit ist das Abenteuer längst nicht beendet. Geplant sind weitere Workshops, in denen die Teilnehmenden ihre Eindrücke im Videoschnitt festhalten werden – als bleibende Erinnerung an zwei Tage voller Bewegung, Begegnung und Freude.
„Ich fahre jetzt schon seit den ersten Touren Rikscha – und jedes Mal ist es etwas Besonderes. Zu sehen, wie die Mitfahrenden lachen, wie wir gemeinsam unterwegs sind – das ist unbezahlbar. Für mich ist das nicht einfach nur ein Ausflug, das ist Herzenssache.“Daniel Gladis, langjähriger Klient der IGL und ehrenamtlicher Rikscha-Fahrer
Und weil die Begeisterung groß war, steht die nächste Rikscha-Tour bereits in den Startlöchern: Im Frühjahr 2026 soll es wieder losgehen. Wer Lust hat, Teil dieses besonderen Abenteuers zu werden, kann sich bei Benjamin Freese melden – per E-Mail an benjamin.freese@igl-duesseldorf.de.