Die re:publica in Berlin gilt als eine der bedeutendsten Konferenzen für die digitale Gesellschaft in Europa. Seit 2007 bringt sie zentrale Stimmen aus Politik, Wissenschaft, Medien und Zivilgesellschaft zusammen, um die drängenden Zukunftsfragen des digitalen Wandels zu diskutieren. Auch im Jahr 2026 war die Riege der Referierenden prominent besetzt: Neben Persönlichkeiten wie Angela Merkel, Karl Lauterbach, Luisa Neubauer, Raul Krauthausen und Marc-Uwe Kling bewegten sich die Diskurse auf den Hauptbühnen rund um die gesellschaftliche Verantwortung im Zeitalter des technologischen Umbruchs. Mitten in diesem inspirierenden Umfeld setzten Helen Rademakers, Marius Mews und Nilson Athimoottil von PIKSL ein starkes Zeichen für die soziale Innovation.
Auf Einladung der Aktion Mensch Stiftung präsentierte das Team am 18. Mai 2026 erste Meilensteine und Zukunftspläne des wegweisenden KI-Projekts „K.I.T.T.“. Im Rahmen einer eigens gestalteten Session stand eine Kernfrage im Fokus: Wie kann Künstliche Intelligenz gezielt als Instrument für gesellschaftliche Teilhabe und Barrierefreiheit eingesetzt werden?
Das Projekt „K.I.T.T.“ lieferte dazu greifbare Antworten. Vorgestellt wurde ein Ansatz, bei dem spezialisierte KI-Assistenten konsequent mit und für Menschen mit Behinderungen personalisiert werden. Ziel ist es, durch maßgeschneiderte digitale Begleiter eine alltagsnahe, vielseitige Unterstützung zu bieten und die individuelle Selbstbestimmung nachhaltig zu stärken.
Die Session zeichnete sich durch ein kollaboratives Konzept aus, das durch mehrere gemeinsame Vorbereitungstreffen der beteiligten Akteure entwickelt wurde. Statt klassischer, isolierter Vorträge erlebte das Publikum ein interaktives Format, in dem verschiedene Perspektiven beleuchtet und kritisch reflektiert wurden. Flankiert wurde die Vorstellung von „K.I.T.T.“ durch zwei weitere innovative Praxisbeispiele aus der Wohlfahrtspflege und der Social-Entrepreneurship-Szene:
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Projekt K.A.P.I.E.R.T.: Dr. Stefanie Frings vom Diakonischen Werk im KK Recklinghausen demonstrierte eine partizipativ entwickelte, KI-gestützte Lösung. Diese übersetzt komplexe Behörden- und Verwaltungssprache in verständliche Alltagssprache und umgekehrt. Die Anwendung richtet sich an Menschen mit geringer Literalität, um bürokratische Hürden abzubauen.
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Der „Verainfacher“: Stefanie Trzecinski und Stefan Friese von der gemeinnützigen KOPF, HAND und FUSS GmbH präsentierten eine Anwendung, die es Nutzerinnen und Nutzern ermöglicht, Texte per Screenshot oder Foto in Echtzeit interaktiv zu erschließen. Durch automatisierte Fragen, Erklärungen und Wiederholungen werden Inhalte so lange aufbereitet, bis sie vollständig verstanden sind, was die Eigenständigkeit im Alltag massiv erhöht.
Der Dank der Beteiligten gilt der Aktion Mensch Stiftung, die nicht nur das Projekt „K.I.T.T.“ fördert, sondern durch die hervorragende Vorbereitung, Organisation und Moderation diesen wichtigen Auftritt auf der re:publica 2026 ermöglicht hat. Ein ebenso großer Dank geht an das gesamte Session-Team für die produktive und inspirierende Zusammenarbeit.
Fotos: Rebecca Rütten, Helen Rademakers