Die Sommer werden spürbar heißer – und damit steigen auch die Herausforderungen im Arbeitsalltag. Gerade in der Eingliederungshilfe können hohe Temperaturen sowohl für Mitarbeitende als auch für Klient:innen eine erhebliche Belastung darstellen. Deshalb hat die In der Gemeinde leben gGmbH damit begonnen, verschiedene Maßnahmen zu erproben, die den Alltag an heißen Tagen angenehmer gestalten sollen.
Im Mittelpunkt der aktuellen Testphase stehen sogenannte Kühlwesten und Kühltücher. Während die Kühlwesten im Matthias-Claudius-Haus in Flingern ausprobiert werden, testen weitere Teams den Einsatz von Kühltüchern. Beide Lösungen sollen dazu beitragen, die körperliche Belastung bei sommerlichen Temperaturen zu reduzieren – sowohl für Mitarbeiter:innen als auch für Klient:innen.
Dabei geht es nicht allein darum, neue Produkte auszuprobieren. Besonders wichtig sind die Erfahrungen der Mitarbeitenden, die die Hilfsmittel alltäglich einsetzen. Mithilfe strukturierter Rückmeldungen soll ermittelt werden, welche Maßnahmen sich in der Praxis bewähren und einen echten Mehrwert bieten.
Parallel dazu beschäftigt sich die Geschäftsleitung intensiv mit der Frage, wie der Umgang mit Hitze auch langfristig verbessert werden kann. Neben kurzfristigen Unterstützungsmaßnahmen rücken dabei insbesondere die Gebäude der IGL in den Blick. Die baulichen Gegebenheiten beeinflussen das Raumklima an heißen Tagen erheblich und stellen alle Personen, die sich in den entsprechenden Gebäuden aufhalten, vor Herausforderungen.
Um nachhaltige Lösungen zu entwickeln, steht die IGL bereits im Austausch mit einem Energieberater. Gemeinsam werden mögliche bauliche und energetische Maßnahmen geprüft, die langfristig zu einem besseren Raumklima beitragen können. Solche Veränderungen benötigen zwar Zeit und lassen sich nicht von heute auf morgen umsetzen, sind jedoch ein wichtiger Baustein, um die Aufenthalts- und Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen und Arbeitsbereichen dauerhaft zu verbessern.
Mit der aktuellen Erprobungsphase verfolgt die IGL deshalb einen ganzheitlichen Ansatz: Einerseits sollen kurzfristig Maßnahmen gefunden werden, die an heißen Tagen für spürbare Entlastung sorgen. Andererseits liefern die gesammelten Erfahrungen wertvolle Erkenntnisse für langfristige Entscheidungen. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, die den Bedürfnissen von Mitarbeiter und Klient gleichermaßen gerecht werden und den Umgang mit Hitze in den Einrichtungen nachhaltig verbessern.