Aktuelles

Jeder Mensch ist anders

Seit dem 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention

in Deutschland in Kraft. Sie beschreibt das

Recht auf gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit

Behinderung unabhängig vom Grad ihrer Behinderung.

Im Rahmen des Aktionsplan-Projektes des BeB (Bundesverband

evangelischer Behindertenhilfe) wurde die

„In der Gemeinde leben gGmbH“ eine von neun Piloteinrichtungen

in der Bundesrepublik Deutschland. Der

Leitsatz unseres Aktionsplans lautet: Jeder Mensch ist anders

PIKSL-Labor in Düsseldorf als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze hat am 19.12.2012 das „PIKSL-Labor“ in Düsseldorf als Ort des Fortschritts ausgezeichnet. Das Projekt PIKSL der „ln der Gemeinde leben gGmbH (IGL)“ verfolgt das Ziel, moderne Informations- und Kommunikationstechnologien für Menschen mit geistiger Behinderung zugänglich zu machen und weiter zu entwickeln. „Es geht darum, Menschen mit Handicaps selbstbestimmtes Handeln zu ermöglichen“, betonte Ministerin Schulze bei der Verleihung. „Menschen mit Behinderungen sind Expertinnen und Experten beim Abbau technischer Komplexität. Und sie können auch dazu beitragen, die Barrieren für andere abzubauen. Das hat Beispielcharakter“

Als Pilotprojekt wird PIKSL maßgeblich durch die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW gefördert. Die sozialwissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Universität Siegen. Darüber hinaus unterhält PIKSL zahlreiche gemeinsame Entwicklungsprojekte mit der Universität Duisburg-Essen, der Hochschule Rhein-Waal und der Folkwang-Universität der Künste.

Ministerin Schulze bezeichnete PIKSL in seiner Form als einmalig und ausgezeichnet. „Das PIKSL-Labor ist eine soziale Innovation im Sinne der Forschungsstrategie Fortschritt NRW: Es arbeitet integrativ an Entwicklungen, in deren Mittelpunkt die Menschen stehen. Aus der Arbeit von PIKSL ergeben sich unmittelbare, sicht- und fühlbare Verbesserungen. Es ist ein Ort des Fortschritts.“

Hintergrundinformationen

Das Projekt PIKSL der „ln der Gemeinde leben gGmbH (IGL)“ macht es sich zur Aufgabe, die Anforderungen der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen umzusetzen. Die wissenschaftliche Bedeutung des Projekts PIKSL liegt in der Qualität der interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsarbeit mit externen Partnern. Das Alleinstellungsmerkmal des Projekts spiegelt sich in der Arbeitsweise und dem Umgang mit Behinderungen wider. Im PIKSL-Labor arbeiten Menschen mit Handicap als Entwickler und als Referenzgruppe gleichberechtigt mit Experten aus Forschung und Wissenschaft an barrierearmen Lösungen im Bereich digitaler Kommunikations- und Informationstechnik. Diese inklusive Vorgehensweise steht dabei für einen neuen Umgang mit Behinderungen: Der behinderte Mensch wird nicht als betreuungsbedürftig gesehen, sondern als kompetenter Partner im Abbau von Komplexität. Auf diese Weise zeigen Menschen mit Behinderungen auch Nichtbehinderten im Umgang mit Technik neue Lösungswege auf. Mehr Informationen finden Sie unter www.piksl.net

„Orte des Fortschritts“ sind Punkte in Nordrhein-Westfalen, an denen sich Fortschritt 'made in NRW' ablesen lässt. Mit der Auszeichnung als „Ort des Fortschritts“ wird der besondere Beitrag der Institution zu einem Fortschritt in NRW gewürdigt und sichtbar gemacht. Gleichzeitig wird deutlich, dass Nordrhein-Westfalen als Ort der Wissenschaft und Industrieland mit starken Regionen und einer lebendigen Kultur hervorragende Chancen hat, Fortschritt zu organisieren und zu gestalten. Mehr Informationen finden Sie unter www.fortschritt.nrw.de